Im Fokus meiner Kunst steht der Mensch, aber nicht dessen körperliche, äußere, figürliche Darstellung, sondern vielmehr sein Inneres und insbesondere die Kognition im Kontext mit intra- und interindividuellen Interaktionen.
Diese Prozesse faszinieren mich schon sehr lange und vor allem deshalb, weil ich verstehen möchte, wie und in welcher Weise sie unsere Entwicklung, Persönlichkeit, Wertecodices und Verhaltensweisen determinieren.
Erst durch die intensive inhaltliche Auseinandersetzung wurde mir die Vielschichtigkeit und Komplexität dieses Themas bewusst.
Die Darstellung der Zusammenhänge und Korrelationen erscheint mir infolgedessen sinnvoll, weil hierdurch die Erkenntnis gewonnen wird, welche Dimension Interaktionen auf Entscheidungen bezüglich Meinungen, Überzeugungen, Haltungen sowie Positionen besitzen.
Auf einer weiteren Differenzierung, Reflektion und Adaptation basiert schließlich die Determination einer ethisch-moralischen Individualität, Identität und Persönlichkeit, die sich im Verhalten manifestieren.
Ein Erfassen und Begreifen dieser Konstellationen könnten grundsätzlich in einer interactiven Sensibilisierung münden, die zu einer größeren Achtsamkeit, Wertschätzung, Verständnis, Lösungsorientiertheit und Verantwortungsbereitschaft führt.
Die plastische Umsetzung der Inhalte beginnt mit der Entstehung eines Modells. Hierbei kommt es zu permanenten wechselseitigen Interferenzen zwischen der manuellen Realisierung und dem kognitiven Konstrukt, die im weiteren Verlauf der Bearbeitung und Gestaltung eine detaillierte Konkretisierung und Präzisierung bedingen. Die Grundlagen des bildhauerischen Arbeitens eignete ich mir in Kursen an der Europäischen Kunstakademie in Trier, durch Einzelunterrichte und durch künstlerische Mitarbeit an.
Ich erlernte in verschiedene Praktika und Lehrgängen die spezifische Bearbeitung von unterschiedlichen Materialien. Besonders faszinieren mich schon immer schwarze Steinarten und insbesondere Metalle, so dass ich für deren Verarbeitung, Verbindung sowie Oberflächenbehandlung Schulungen absolvierte und differenzierte Kenntnisse erlangte.
Mein Qualitätsanspruch ist sehr hoch, so dass das definitive Objekt mit modernsten Bearbeitungsverfahren hergestellt wird. Ein entscheidender Grund für dieses Vorgehen ist mein Ansinnen, dass die rationale und emotionale Auseinandersetzung mit einer Skulptur nicht durch technische Kompromisse gestört werden sollte.
Mit weiteren Facetten des Themas beschäftige ich mich auch beruflich. Als ärztlicher Leiter der Universitätsklinik für Innere Medizin – Kardiologie in Oldenburg erlebe ich in meinem klinischen Alltag, welche Folgen und Konsequenzen Interactionen auch auslösen sowie zu welchen Einschränkungen und Limitationen sie führen können. Im Krankheitskontext lassen sich häufig komplexe interactive Konstellationen detektieren, die sich schließlich psychosomatisch manifestieren und einer Behandlung bedürfen.
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