Die intra- und interindividuellen Wechselbeziehungen bilden die bestimmende, maßgebliche Determinante mit der Definition und Festlegung von ethischen und moralischen Wertecodices. Hieraus resultiert eine differenzierte grundsätzliche Entscheidungsfindung mit entsprechenden reflektierten Handlungs- und Verhaltensweisen.
Diese Diktion, Konkretisierung, Erläuterung ist die Deskription eines theoretischen, hypothetischen Idealkonstrukts.
Inhalt des Kunstkonzepts Interaction ist es nun, diese Zusammenhänge, Sachverhalte, Prinzipien, Konstellationen zu detektieren und zu verdeutlichen. Als initialer Vorgang in der konkreten thematischen Auseinandersetzung, Beschäftigung und Annäherung ist ein Begreifen und Verstehen dieser kausalen Relationen und Konnexionen von entscheidender Bedeutung, da hierdurch eine Sensibilisierung und Konzentrierung erfolgt.
Durch eine Konkretisierung und Demonstrierung des interferenten und suggestiven Potenzials der Interaction gelingt ein Aufzeigen des Ausmaßes, der Intensität und Dimension. Die Reflektion und das Verständnis des Einflusses, der Wirkung und Bedeutung der intra- und interindividuellen Wechselbeziehungen bedingt eine Festlegung, Statuierung und Konsolidierung von ethischen und moralischen Wertecodices.
Unter der hieraus resultierenden Maxime eines respektvollen, würdigen, wertschätzenden, empathischen sowie vorbildlichen Handelns als auch Verhaltens kann es gelingen, den individuellen Freiraum zu respektieren sowie zu schützen und sich im gesellschaftlichen Kontext zu positionieren, zu erklären und zu engagieren.
Die künstlerische Umsetzung und Realisierung von Interaction wird dann einen einzigartigen Beitrag leisten, wenn dadurch performative, handlungsbetonte Prozesse initiiert und etabliert werden.